• Energiesparen wird attraktiver

Energiesparen wird attraktiver

15.05.2020

«Neues» Baselbieter Energiepaket – Hauseigentümerinnen und -eigentümer leisten einen zentralen Beitrag an den Klimaschutz. Das «neue» Baselbieter Energiepaket unterstützt sie dabei.

Das erfolgreiche Baselbieter Energiepaket wird bis Ende 2025 weitergeführt. Neu stehen im Baselbiet für energetische Gebäudesanierungen und erneuerbare Energien im Gebäudebereich inklusive Bundesbeiträge jährlich rund 18 Millionen Franken zur Verfügung – und damit erheblich mehr als in den Vorjahren. Der HEV Baselland begrüsst die Verlängerung und die Stärkung des Energiepakets. So unterstützt das Energiepaket die Hauseigentümerinnen und -eigentümer beim Energiesparen und beim Ausbau von erneuerbaren Energien mit sinnvollen Anreizen.

Wichtiges Engagement
Die Baselbieter Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer leisten mit einer beeindruckenden Anzahl an energetischen Gebäudesanierungen einen entscheidenden Beitrag an den Klimaschutz. Dieses erfreuliche Engagement belegen auch die Statistiken: alleine im Jahr 2019 reichten 1600 Baselbieter Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer Energiepaket-Fördergesuche ein und investierten so in Gebäudesanierungen im Sinne des Klimaschutzes.

Anreize, nicht Verbote
Mit finanziellen Unterstützungsbeiträgen an energetische Gebäudesanierungen und erneuerbare Energien im Gebäudebereich setzt das Baselbieter Energiepaket dort an, wo mit dem eingesetzten Franken die beste Wirkung erzielt werden kann: und zwar durch Anreize, nicht durch Verbote.

Durch das kantonale Förder­programm konnten seit 2010 mehr als 16 000 Privatpersonen und Unternehmen im Kanton von Fördergeldern profitieren. Mit Hilfe dieses Geldes können im Baselbiet seit 2010 jährlich über 278 GWh fossile Energie eingespart werden. Dies entspricht rund 463 Bahnwaggons gefüllt mit Heizöl. Mit dem «neuen» Baselbieter Energiepaket wird diese beeindruckende Erfolgsbilanz weiter ausgebaut.

Konkreter Klimaschutz
Während der Klimaschutz vielerorts erst diskutiert wird, haben die Baselbieter Hauseigentümerinnen und -eigentümer – mit Unterstützung des Förderprogramms – in den vergangenen Jahren in eindrücklicher Weise bereits konkret und messbar Energie eingespart. Ihnen ist es unter anderem zu verdanken, dass das Baselbiet bei der Umsetzung der kantonalen Energie­ziele auf einem guten Weg ist.

Das Engagement der Hauseigentümerinnen und -eigentümer erfolgt, obschon der Beitrag durch das Energiepaket äusserst überschaubar ist. Durchschnittlich 90 Prozent der Kosten bezahlten die Hauseigentümerinnen und -eigentümer bislang aus der eigenen Tasche. Dieses grosse Engagement ist hinsichtlich des stetig steigenden Kostendrucks auf die Wohneigentümerinnen und Wohneigentümer alles andere als selbstverständlich. Mit dem «neuen» Energiepaket werden die Beitragssätze im Sinne der Hauseigentümerinnen und -eigentümer deutlich erhöht. Der HEV Baselland begrüsst diese Erhöhung der Anreize.

Ambitionierte Klimaziele
Zur Erreichung der ambitionierten Klimaziele sind die Anstrengungen der Hauseigentümerinnen und -eigentümer unerlässlich. So soll die Schweiz bis 2050 klimaneutral sein. Einen Grossteil davon muss der Gebäudepark beitragen, der in der Hoheit der Kantone ist.

Der Schweizer Gebäudepark beansprucht aktuell rund 50 Prozent des gesamten Energieverbrauchs. Rund drei Viertel der Gebäude werden heute noch fossil oder direkt elektrisch beheizt. Damit verursacht der Gebäudesektor 40 Prozent des schweizerischen CO2-Ausstosses. Entsprechend ist es richtig und wichtig, dass Anreize geschaffen werden, damit möglichst viele energetische Gebäudesanierungen realisiert werden. Zwänge zu Lasten der Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer gilt es aus Sicht des HEV jedoch unbedingt zu verhindern.

HEV unterstützt Energiepaket
Der HEV Baselland unterstützt im Interesse seiner Mitglieder das Baselbieter Energiepaket als Partner. Weitere Partner sind die Wirtschaftskammer Baselland sowie die beiden grossen Baselbieter Energieversorgungsunternehmen EBL und Primeo Energie.

Simon Dalhäuser