• Auch Betrüger nutzen das Netz

Auch Betrüger nutzen das Netz

16.03.2020

Das Internet bietet in allen Bereichen unheimlich viele Chancen und Möglichkeiten. Auch bei Immobilien ist das der Fall. Aber leider nutzen diese Chancen und Möglichkeiten nicht nur redliche Personen und Unternehmen, sondern auch Betrügerbanden.

Es ist ein Thema, das ein wenig abseits der Tagesaktualität liegt. Es ist jedoch eine Sache, bei der man schnell viel Geld verlieren kann, was keine Seltenheit ist. Wenn Immobilienportale jeden Monat etwa 100 gefälschte Inserate löschen müssen, wie man in unserem Artikel auf dieser Seite erfährt, dann darf man zurecht aufhorchen und aufmerksam werden. Es ist nicht mehr nur der angebliche Banker aus Lagos, der per E-Mail und in schlechtem Deutsch unsere Kontonummer wissen möchte. Cybercrime, zu Deutsch etwa Netzwerkkriminalität, wird mit zunehmender Digitalisierung immer mehr zu einem Problem und die Cyberkriminellen auch immer raffinierter. Zwei Beispiele: Man wird mit einem SMS auf die vermeintliche Seite eines Paketdienstleisters gelockt und fängt so Schadsoftware ein. Adieu Passwörter und Kontodaten. Man bestellt auf der Homepage eines vermeintlich schweizerischen Smartphone-Händlers ein gesuchtes Smartphone-Modell, das überall sonst ausverkauft ist. Bestellt, bezahlt, aber ein Smartphone kommt nie an. Auch Hausbesitzer müssen sich vermehrt mit dem Phänomen Cybercrime auseinandersetzen, wollen sie sich so gut wie möglich vor dieser neuen Art von Betrug und Diebstahl schützen.

Der Betrug mit falschen Inseraten ist dabei nur eine Variante von vielen. Das Fedpol listet mehr als 20 verschiedene Formen von Cybercrime auf. Als Hausbesitzerin oder Hausbesitzer sollte man im digitalen Bereich zudem ein Auge auf seine Smart-Home-Produkte haben. Gewiefte Kriminelle können Sicherheitslücken von Kameras, Wetterstationen und anderen Geräten für ihre Zwecke nutzen und so virtuell in Ihr Haus eindringen.

Das Fedpol rät auf seiner Website «Surfen Sie mit Verstand» und «Seien Sie misstrauisch». Dem kann man nur beipflichten und als Schlussfolgerung anfügen, dass die Behörden dem Thema Cybercrime hoffentlich die Bedeutung zumessen, die es verdient. Denn Cybercrimepolizisten sollten in unserer immer stärker vernetzten und digitalisierten Welt eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.